Freie Bahn für Rico Heuschkel

  • SSV Traktor Nöbdenitz - BSG Wismut Gera 0:6. Wismut-Angreifer Rico Heuschkel (r.) trifft per Kopf in Nöbdenitz zum 3:0. Am Ende hieß es 6:0 für Gera.
Fußball-Testspiel: Wismut Gera vergibt beim FSV Ronneburg viele Chancen und gewinnt nur knapp mit 1:0
Ronneburg/Gera. Zufrieden war er diesmal nicht so ganz. Wismut-Trainer Udo Korn hatte beim zumindest vom Ergebnis her knappen 1:0-Erfolg seines Verbandsligisten beim Regionalklasse-Aufsteiger in Ronneburg einiges zu bemängeln.

"An der Chancenverwertung müssen wir unbedingt arbeiten. So viele Gelegenheiten wie heute bekommen wir in den Punktspielen nicht", kritisierte das Wismut-Urgestein.

Besonders im Blick hatte er dabei Zugang Marcel Peters. Der hochaufgeschossene Angreifer vergab am Mittwochabend drei Mal aus bester Position. Einmal parierte Ronneburgs Schlussmann Schote großartig (47.), ansonsten fehlte Peters die letzte Konsequenz im Abschluss.

  • Rico Heuschkel.
Für das Tor des Tages sorgte einmal mehr Rico Heuschkel, der nach einer Eingabe von Peters und dem Täuschungsmanöver des eingewechselten Froherz in zentraler Position freie Bahn hatte und ohne Mühe zum 1:0 vollendete (57.).

Ein Lächeln konnte man nach dem Abpfiff im Gesicht von Ronneburgs Coach Frank Tucholka entdecken. "Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Wir haben hinten gut gestanden. Peter Hoppe war als Libero ein echter Rückhalt. Wenn wir in Sachen Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit unseren heutigen Auftritt in den Punktspielen bestätigen, ist mir nicht bange", verriet Tucholka, der lediglich auf sieben Spieler des Regionalklasse-Kaders zurückgreifen konnte.

Doch beim FSV wussten auch die Anschlusskader aus der Kreisklasse zu gefallen. Fast wäre dem Gastgeber kurz vor Schluss der Ausgleich gelungen. Doch bei einem 35-m-Freistoß des enorm lauffreudigen K. Schumann, der sonst im rechten Dreiangel gelandet wäre, zeigte sich Wismut-Schlussmann Reiter auf dem Posten (89.).

Schon in der ersten Halbzeit war die Geraer Abschlussschwäche sichtbar geworden. Zwei gute Kopfballchancen vergab Heuschkel nach Flanken von Peters und Scherp.

"Solche Dinger lässt er sich sonst nicht entgehen", urteilte Udo Korn am Spielfeldrand. Von seinen Kickern forderte er immer wieder, schneller nach vorn zu spielen. Lob erhielt Steve Lippold, dessen Ballsicherheit auffiel und der die Bälle immer wieder klug verteilte. Christian Petzold versuchte es das ein oder andere Mal aus der Distanz, fand aber sowohl vor als auch nach der Pause in Ronneburgs Torwart Schote seinen Meister. Besonders gefordert war der Gastgeber-Schlussmann bei einem 23-m-Freistoßaufsetzer nach Wiederbeginn, der er aus der Torwartecke hechtete (52.).

Christians Bruder Thomas Petzold hatte genau aufgepasst, versuchte sich in der Schlussphase ebenfalls mit zwei Fernschüssen, die Schote parierte (79./88.).


Jens lohse / 30.07.10 / OTZ
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