Ohne Helm geht nichts in Langenberg

  • Mit dem vorgeschriebenen Helm fertigen Zimmerer Fernando Silva (vorn) und Lehrling Robin Riedel die Form für ein Spezialbetonteil.
Helm ist Pflicht bei der Arbeit im Betonwerk. Und Eckhard Reimann schaut als Sicherheitsfachkraft in der Hofmann-Betonbau GmbH in Langenberg genau, dass die Vorschriften für den Arbeitsschutz exakt eingehalten werden.
Gera-Langenberg. Die Gefahren sind groß", weiß Produktionsleiter René Kutscher. "Aber zum Glück haben wir unseren Herrn Reimann, der genau darauf achtet, dass Stolpergefahren und Absturzgefahren in der Produktion vermieden werden." Was Respektsperson Reimann einmal erklärt habe, bleibe bei den Kollegen haften und der Bauhelm bei der Arbeit stets auf dem Kopf.

In den vergangenen zwei Jahren arbeitete das Unternehmen unfallfrei, lobte denn gestern auch Dr. Bernd Schneider als Aufsichtsperson von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass das Betonbau-Unternehmen gestern zum zweiten Mal das Sicherheits-Siegel "SMS Sicher mit System" und das entsprechende Zertifikat für den Arbeitsschutz verliehen bekam.

55 Mal wurde das Gütesiegel, das die Berufsgenossenschaft 2005 eingeführt hatte, in der Region Thüringen und Sachsen verliehen. 1400 Unternehmen gibt es in der Baustoffbranche in den beiden Bundesländern. "Die Zertifizierung ist freiwillig", erläuterte Gütesiegel-Fachberaterin Petra Begander von der Berufsgenossenschaft. Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften für Arbeitsschutz müsse jedes Unternehmen einhalten. Die Berufsgenossenschaft wolle mit der Vergabe des Siegels positive Beispiel öffentlich machen und andere Unternehmen motivieren, die Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ihrer Mitarbeiter systematisch in die Unternehmensstruktur zu integrieren.

Wer das Zertifikat erhalten will, müsse noch ein "i-Tüpfelchen" besser sein als die anderen. Und einfach sei es nicht, diese Anerkennung zu erhalten, sagte Schneider. Auch die Hofmann-Betonbau GmbH, die sie sich nun zum zweiten Mal erarbeitet hat, habe es beim allerersten Anlauf auch nicht gleich geschafft.

"Dass wir es nun wieder geschafft haben, ist in erster Linie ihnen zu verdanken", bedankte sich der Unternehmenschef Thomas Hofmann bei seinen 25 Mitarbeitern. Denn die Anforderungen in der Produktion, in der ausschließlich teils mehrere Tonnen schwere Spezialbetonteile mit viel Handarbeit hergestellt werden, seien sehr hoch. Umso intensiver müsse auf den Arbeitsschutz geachtet werden. Für drei Jahre ist das gestern verliehene Gütesiegel gültig.


Angelika Munteanu / 30.07.10 / OTZ
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